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von Schmidt-Pauli und Partner, Wirtschaftsprüfer - Steuerberater

Der aktuelle Fall:
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Dentalgroßhandel Globudent, Mühlheim an der Ruhr-
Was tun als beteiligter Zahnarzt?


Stefanie Pranschke-Schade
Rechtsanwältin

Medienmeldungen der vergangen Tage zufolge ermitteln die Staatsanwaltschaft Wuppertal und die AOK Niedersachsen in einem groß angelegten Verfahren gegen Mitarbeiter der Firma Dentalgroßhandel Globudent aus Mühlheim an der Ruhr wegen Anstiftung und Beihilfe zum Abrechnungsbetrug. Es geht um Beträge in Millionenhöhe.

Nach den bisherigen Ermittlungen wurde offenbar Zahnersatz zu Dumpingpreisen in China gefertigt, der von Zahnärzten zu Höchstpreisen an Patienten weiter berechnet wurde. Bis zu einem Viertel der Erlöse soll Globudent in einem sog. Kick-Back-Verfahren in bar an die beteiligten Zahnärzte gezahlt haben.

Beteiligten Zahnärzten drohen jetzt nicht nur Strafverfahren wegen Abrechnungsbetruges zu Lasten der Kassen, Krankenversicherungen und Patienten, sondern sie werden auch mit berufsgerichtlichen Verfahren durch die Kammern und Disziplinarverfahren durch die KZVen zu rechnen haben.

Ferner stehen Ermittlungen durch die Finanzbehörden wegen Steuerhinterziehung zu befürchten. Im Rahmen dieser Verfahren kann es auch zu Durchsuchungen der Praxen und Privatwohnungen kommen. Was tun als beteiligter Zahnarzt? - Der erste Eindruck zählt!

Daher:

  • Ruhe bei Durchsuchungen, Anhörungen etc. bewahren
  • keine Angaben zur Sache machen
  • frühzeitig Kontakt mit einem Rechtsanwalt aufnehmen
  • Selbstanzeige gegenüber den Finanzbehörden prüfen

Wir informieren über den Fortgang der Verfahren.

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