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Ärztemangel - Zwangsarbeit ohne Vergütung für verbleibende Haus- und Facharztpraxen einer Region?
Lösungsmodelle für den Krisenfall, bei dem zwei von drei Hausarztpraxen in Zukunft nicht mehr nachbesetzbar sind!
Sich selbsterklärende Konzepte, die Sie Ihrem Bürgermeister, Landrat, kommunalen Ansprechpartner weiterreichen sollten!
Die Berichterstattung dieses Informationsbriefes ist konzentriert auf die Analyse und auf konkrete Handlungsschritte zur Bewältigung der aktuellen Hausarztmangel-Situation.
Lesen Sie diese Statistiken genau!
Aus den offiziellen Statistiken ergibt sich, dass zwei von drei Hausarztpraxen nach Abgabe p.a. nicht mehr nachbesetzbar sind. Auf ca. 2.500 Abgaben per p.a. stehen ca. 1.200 Hausärzte p.a. zur Verfügung. 200 wechseln in andere Berufe. Es fehlen schlichtweg ausgebildete und verfügbare, flexible Hausärzte. Von einem, dem Markt tatsächlich zur Verfügung stehenden Mengenansatz von maximal 1.000, sind 60% schon an Standorte und Ehepartnerschaften gebundene weibliche Hausärzte.
Hausärztemangel - Es gibt viele Verlierer!
Zunächst die Patienten, die von den verbleibenden Praxen abgewiesen werden müssen wegen Überlastung und mangelnder Vergütung. Dann all diejenigen Kollegen über 55 Jahre, deren Lebenswerk mit der jetzigen Versorgungsstruktur nicht fortgeführt werden kann. Hinzu kommen die Bürgermeister, Politischen Parteien und Krankenkassen, bei denen sich die Wut der Bürger über 55 entlädt.
Damit die folgenden Beiträge/Analysen und konkreten Handlungsvorschläge nachvollziehbar sind, haben die Autoren sich einen aktuell dokumentierte Realität im Ostalblandkreis in Baden-Württemberg zum Ausgangspunkt genommen. Es ist der ganz normale Wahnsinn des Alltags, der von der Mehrheit der Kollegen immer noch nicht Ernst genommen wird.
Immer glaubt man, es sei irgendwo anders, nur nicht vor der Haustür.
Wichtig bei dem Positionspapier des Landkreises Ostalb ist es, dass dies eine gemeinsame Analyse/Stellungnahme des politischen Gremiums Landrat, der verfassenden Ärzteschaft und der Kliniken der Region ist.
Auszug/Originalzitate aus dem Gemeinsamen Positionspapier des Ostalbkreises vom 9.9.2009: Beginn Zitat:
Seit geraumer Zeit ergeben sich im Ostalbkreis zunehmend Schwierigkeiten bei der Nachfolgeregelung hausärztlicher Praxen. Viele der im Landkreis praktizierenden Hausärzte werden in den kommenden Jahren in den Ruhestand treten (vgl. Anlage 1: Übersicht der niedergelassenen Hausärzte im Ostalbkreis). Für die in immer geringerer Anzahl auf dem Arbeitsmarkt vorhandenen Ärzte ist eine Niederlassung im Ländlichen Raum wenig attraktiv. Auch im Bereich der stationären medizinischen Versorgung führt der Ärztemangel zunehmend zu Problemen bei der Besetzung von vakanten Stellen. Damit bahnt sich auch im fachärztlichen Bereich ein Ärztemangel an. Dabei ist die Talsohle der derzeitigen Probleme noch lange nicht erreicht. Grundlegende gesellschaftliche Veränderungen, die demographische Entwicklung sowie sich ständig verschlechternde Rahmenbedingungen werden den Ärztemangel in Zukunft noch weiter verschärfen. Der Ländliche Raum und der Ostalbkreis als Flächenlandkreis sind von diesen Entwicklungen besonders betroffen.
Ende Zitat
In zwei Schlüsselbeiträgen des aktuellen SchadeBriefes wird die Situation generalisiert aufgearbeitet. Einmal als Analyse und Lösungsansatz, den jeder Hausarzt, der sich in der Bundesrepublik angesprochen fühlt, seinem Bürgermeister, seinem Landrat seiner Region (sich selbsterklärend mit allen Literaturstellen) weitergeben kann.
Insbesondere sind alle Hausärzte über 55 Jahre angesprochen, denen das Konzept für Ihre Zulassung ein fester garantierter Übergabepreis von € 50.000,-- zusichert, wenn die Praxis noch einen normale Größe hat und ohne dass es - auch im Hinblick auf die neuen Infrastrukturen - einen unmittelbaren Praxisnachfolger gibt.
Ein Beitrag für die Fachärzte zeigt auf, warum es wichtig ist, die hausärztliche Weiterentwicklung vor Ort mit zugestalten. Schließlich werden auch dann im ländlichen Raum Facharztpraxen von Kardiologen, Gastroenterologen, Chirurgen, Orthopäden hausärztlichen Funktionen mit übernehmen müssen. Insbesondere aber auch, weil ansonsten die Krankenhäuser in ein Vakuum eindringen, sich alleine mit dem Bürgermeister und den Krankenkassen um die hausärztliche Versorgung kümmern. Dann kann es sein, dass sie die Möglichkeit haben, die Patienten an den Fachärzten vorbei mit Direktverträgen ambulant mit vorsorgen zu können. Dies wäre eine extreme Schwächung unseres freiberuflichen deutschen Versorgungskonzeptes.
Wenn Sie Interesse daran haben, die Themen vertiefen zu wollen, haben wir vier Seminartermine für Sie zur Auswahl festgelegt. Hier stehen Ihnen die Autoren als Referenten zur Verfügung.
Seminar für Hausärzte
Seminar für Fachärzte
Bitte schreiben Sie uns auch ihren persönlichen Eindruck, schildern Sie Ihre Situation. Mailen Sie uns oder rufen Sie einfach an - Tel. 0611/180940 unter dem Stichwort "Arztzukunfts-Initiative".
H.-J. Schade
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Medizinrecht
Broglie, Schade & Partner GBR
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