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Finanz- und Wirtschaftskrise, Deflation - oder vielleicht doch Inflation?
Wie wirken sich diese Faktoren auf die finanzielle Zukunft aus?


H.-J. Schade
Rechtsanwalt

Schlagworte wie diese sind täglich in der Presse zu lesen. Die wirtschaftliche Lage erscheint düster. Kaum ein Experte wagt ein hoffnungsvolles Wort. Aber folgt nicht jedem Abschwung ein neuer Aufschwung? Jede Krise hat ihre speziellen Eigenheiten und bietet auch Chancen. Wie sollen Privatpersonen mit diesen Informationen umgehen? Und vor allem: Was ist zu unternehmen? Gerade heute gilt: Guter Rat ist teuer. Wer ist in der Lage, eine kompetente Beratung zu leisten, die Orientierung und Sicherheit bietet und sich an langfristigen Zielen orientiert?



An hoffentlich gut gemeinten Empfehlungen besteht sicher kein Mangel:
Vielleicht ist eine schnelle Entschuldung der Praxis sinnvoll.
Ein Immobilienerwerb könnte vor Geldentwertung schützen.
Soll die Versorgungswerkrente durch eine Lebensversicherung oder Basisrente aufgebessert werden?

Mit der finanziellen Gesundheit ist es jedoch wie mit der physischen: Zunächst erfolgt die Anamnese, erst dann kann eine sinnvolle und ganzheitliche Therapie entwickelt werden.

Gerade bei Finanzen wird häufig nur das gerade anstehende Thema durch den Berater behandelt. Geht es beispielsweise um die Ruhestandsfinanzierung, so sind neben Lebensversicherungen auch Unternehmensbeteiligungen, Immobilien und sonstiges liquides Vermögen einzubeziehen.

Wechselwirkungen zwischen privater und beruflicher Sphäre müssen berücksichtigt werden: Hat die Tilgung der Praxisfinanzierung Vorrang oder sollte zunächst Eigenkapital in die private Immobilie fließen? Wie kann die Ausbildung der Kinder sinnvoll dargestellt werden?

Welche Auswirkungen haben Risiken - beispielsweise Berufsunfähigkeit - auf die individuelle Zukunftsplanung?

In welchem Umfang sollte hierfür Vorsorge getroffen werden und welche Instrumente sind sinnvoll?



Eine umfassende Antwort auf all diese Fragen bietet die private Finanzplanung durch einen unabhängigen und zertifizierten Finanzplaner. Zu Beginn seiner Tätigkeit nimmt der Finanzplaner alle Daten über Vermögen und Verbindlichkeiten, Einnahmen und Ausgaben sowie bestehende Verträge auf. Persönliche Ziele und Risikoprofile werden mit dem Kunden festgelegt. Große Wichtigkeit hat die professionelle Prüfung und Bewertung der aufgenommenen Daten.

Der Finanzplaner erstellt anschließend Berechnungen und Prognosen über die wahrscheinliche künftige Entwicklung von Einkommen und Vermögen. Szenarioanalysen schaffen Transparenz über Risikosituationen wie Berufsunfähigkeit.

Der Tragweite seiner Tätigkeit ist sich der Finanzplaner dabei bewusst: Komplexität der Kundensituation und daraus mögliche Wechselwirkungen von Empfehlungen erfordern höchste Qualität in Analyse und Planung. Beispielsweise kann die Empfehlung einer Basisrente (Rüruprente) aus steuerlichen Gründen zu Liquiditätsengpässen im Alter führen.

Deshalb sollte der Kunde bei der Auswahl seines Partners auf Qualitätsstandards achten. Das strengste Qualitätssiegel ist der international renommierte CFP-Standard. Die darin organisierten Finanzplaner haben eine umfangreiche und anspruchsvolle Ausbildung absolviert. Sie sind darüber hinaus zur ständigen Weiterbildung verpflichtet. Strenge Ethikregeln, deren Einhaltung überwacht wird, sichern den Schutz des Verbrauchers. Beispielsweise sei hier die Neutralität der Finanzplanung genannt. Denn Produktempfehlungen sind gerade kein Bestandteil der Finanzplanung.

Das ist ein wesentlicher Unterschied zur klassischen Anlageberatung: Der Finanzplaner ist ausschließlich seinem Mandanten verpflichtet. Über das Honorar für die Finanzplanung hinaus erzielt er keinerlei Provisionseinnahmen. Der Kunde kann selbst entscheiden, mit wem er die Umsetzung vornimmt.



Auch wenn die Finanzplanung an dieser Stelle zunächst beendet ist, wird sich das Leben des Mandanten weiterentwickeln und verändern. Ob die Geburt eines Kindes, Erbschaft oder externe Einflüsse wie die aktuelle Wirtschaftskrise - als Stresstest für die persönliche Zukunftsplanung ist die regelmäßige Aktualisierung des Finanzplanes unterlässlich. Ein Turnus von 5 Jahren hat sich bewährt.

Seminarhinweis:
Finanzplanung in unsicheren Zeiten
am 17.6.2009 von 18.00 bis 20.30 Uhr


Referentin:
Jutta Schmidt
Finanzökonomin (ebs)
Zertifizierter Finanzplaner (CFP)

Moderation:


H.-J. Schade
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Medizinrecht
Broglie, Schade & Partner GBR

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Tel. 0611/180950
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