Einführung eines Qualitätsmanagementsystems
= Kollaps in der Praxis?
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Die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems und die Zertifizierung, beziehungsweise Auditierung, führt meistens in der Praxis zu einem Stillstand für eine längere Zeit und wird damit zu einem kostenintensiven Instrument.
Das ausführliche Studium und die extensive Auslegung aller Anforderungen haben uns in die Lage versetzt, dass jetzt ein Qualitätsmanagementsystem angeboten werden kann, das der neuesten Anforderungen entspricht (ISO 9001 (2000) und bei dem die Dokumentation entscheidend reduziert werden konnte. Bei einer geringeren Dokumentation vermindert sich die Auditzeit automatisch. Die Stillstandzeiten der Praxis können dadurch signifikant auf ein Minimum an Störzeiten außerhalb der Öffnungszeiten reduziert werden.
Das neue System sieht vor, dass das Qualitätsmanagementhandbuch in einer Kurzform einen Überblick über die Anforderungen in der Praxis gibt. Dieses Handbuch ist in Word geschrieben. Das Handbuch wird vervollständigt durch Arbeits- und Verfahrens-Abläufe, die in verständlichen Diagrammen in Excel dargestellt sind. 80% aller Verfahren sind Standard und werden schon jetzt von der Praxis angewandt. Die allgemeine Form ermöglicht es alle bewährten Abläufe sofort und möglichst ohne Veränderungen in das System zu integrieren. Durch die geringeren Papiermengen reduziert sich der Auditaufwand auf nicht mehr als drei Stunden. Die Laufzeit des Zertifikates ist auf fünf Jahre begrenzt (Forderung der Norm). Eine Rezertifizierung wird während der Zeit nur zweimal (von anderen Organisationen viermal) vorgenommen.
Die schnelle Übersicht über alle Abläufe kann von jedem Praxisinhaber und Mitarbeiter in Kürze erfasst und umgesetzt werden. Die daraus resultierenden Abläufe sind einfach in die Praxis zu integrieren. Es ist nicht Ziel eines Qualitätsmanagementsystems sich von Seiten des Zertifizierung darüber Gedanken zumachen, wie und mit welchen Mitteln der Patient geheilt werden soll. Dieses ist die Aufgabe des Arztes, der dazu ein Studium absolviert hat, dass nicht in ein Qualitätsmanagementsystem umgesetzt werden kann und soll. Vielmehr soll der Praxisalltag in dem Handbuch reflektiert werden und dafür gesorgt werden, dass während dieses Beitrages nichts vergessen wird, und die Zufriedenheit der Patienten erreicht wird. Der Patient verändert sich zu einem Kunden, dessen Bedürfnisse systematisch erkannt werden sollen und diese Erkenntnisse sollen in den Abläufen umgesetzt werden, damit eine optimale Versorgung und Service geleistet werden kann. Die Auswertung der Patientenanforderungen in einer systematischen Art ist sicherlich eines der wenigen Neuerungen in diesem System, die von der Norm gefordert werden.
Eine erfolgreiche Zertifizierung wird gekrönt durch ein Zertifikat und die Möglichkeit auf allen Dokumenten, die sich auf die gesamte Praxis beziehen, die Konformität mit der neuen Norm ISO 901 aus dem Jahre 2000 (veröffentlicht 2001) demonstrieren.
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